UX-Researcher · München · seit 2003
Ich spreche mit Ihren Nutzern. Und sehe, was sie nicht sagen.
Ich bin Bernd Oettinger, freiberuflicher UX-Researcher. Seit über 20 Jahren finde ich für Produktteams und UX-Agenturen heraus, wie Menschen Websites, Apps und Interfaces wirklich erleben. Daraus mache ich Erkenntnisse, mit denen Ihr Team entscheiden kann, qualitativ, quantitativ oder beides.

Bernd Oettinger
Freiberuflicher UX-Researcher, München
Warum ich das mache
Der Perspektivwechsel ist der schönste Teil meiner Arbeit.
Ich spreche gern mit Menschen. Mich interessiert, warum sie etwas tun, fühlen oder sagen, und was dahintersteckt.
Spannend wird es, wenn sich aus vielen Gesprächen Muster ergeben. Genau diese Muster helfen meinen Auftraggebern. Sie kommen meist aus einer technischen Perspektive und kennen ihr Produkt in- und auswendig. Wie Menschen damit umgehen, was sie dabei denken und fühlen, sehen sie oft erst durch Research.
Diesen Blick möglich zu machen, ist mein Antrieb. Am liebsten so, dass er nicht nach einer Studie endet, sondern im Unternehmen bleibt und die Nutzersicht selbstverständlich wird.
Meine Haltung
Im Zeitalter von KI wird der menschliche Interviewer wichtiger, nicht unwichtiger.
KI transkribiert, clustert und durchsucht heute in Minuten, wofür früher Tage nötig waren. Ich nutze das gern und konsequent.
Ein gutes Interview aber lebt von Empathie: Menschen Zeit lassen, an der richtigen Stelle nachfragen, merken, wenn jemand zögert. Und wenn ein Nutzer an einer App scheitert, ohne ein Wort zu sagen, sieht das nur ein Mensch. Das habe ich in über 1.000 Einzelinterviews gelernt.
Aus der Praxis
Einblicke in aktuelle Projekte
Drei Studien, drei ganz unterschiedliche Herausforderungen.
100 Probanden · 1 Woche
Hundert Videos, drei Folien
Eine Studie unter enormem Zeitdruck, an deren Ende ein Entscheidungsgremium auf drei Folien eine klare Grundlage brauchte.
Wie es lief
Ausgangslage: Eine Fachabteilung eines Industriekunden wollte ein häufig genutztes Bedienelement neu gestalten, auch wegen kritischen Nutzerfeedbacks. Die Anfrage kam sehr kurzfristig.
Vorgehen: Zwei Interviewer testeten parallel an zwei Prototypen, acht bis zehn Sessions pro Tag und Prototyp. Die Stichprobe deckte die volle Bandbreite an Körpermaßen ab, von kleinen Frauen bis zu großen Männern. Mehrere Kameras zeichneten die Bedienabläufe auf, auch unter erschwerten Bedingungen.
Die Herausforderung: Kein starres Kodierschema hielt der Vielfalt der Nutzungsarten stand. Also haben wir die Videos zuerst offen beschrieben und erst daraus die Kodierung entwickelt.
Was das zeigt: Gute Research passt sich den Daten an, nicht umgekehrt. Und die größte Leistung liegt oft im Verdichten.
2-stündige In-Home-Interviews
Künftige Nutzer verstehen, bevor man startet
Eine Immersion-Studie für einen internationalen Konzern vor dem Start in Deutschland. Erwartet wurde Skepsis, gefunden haben wir Neugier.
Wie es lief
Ausgangslage: Eine internationale Research-Agentur holte mich für einen Technologiekonzern ins Boot, der ein neues Angebot für den deutschen Markt vorbereitet. Ziel: die künftigen Nutzer aus erster Hand kennenlernen.
Vorgehen: Zweistündige In-Home-Interviews zu Alltagsgewohnheiten, bestehenden Angeboten und einer neuen Technologie, dazu Tests von Kommunikationskonzepten. Vertreter des Kunden saßen live mit am Tisch – Simultanübersetzer im Ohr. Ich habe die Transkripte um Beobachtungen und lokalen Kontext ergänzt, ausgewertet und am Report mitgearbeitet.
Was uns überrascht hat: Die erwarteten Datenschutzbedenken spielten kaum eine Rolle. Zur Einordnung haben wir aber klar gesagt: Wer sich über ein Panel zu so einem Thema rekrutieren lässt, ist meist von vornherein aufgeschlossen.
Was das zeigt: Der lokale Interviewer liefert den Kontext, ohne den sich Aussagen falsch deuten lassen, und ordnet ein, wie belastbar sie sind.
30 Sessions · 3 Kanäle
Was die Plattform übersieht
Unmoderierte Remote-Tests mit echten Kaufentscheidungen. Die wichtigsten Probleme fanden sich erst beim genauen Hinsehen.
Wie es lief
Ausgangslage: Ein langjähriger Kunde, ein großes Online-Portal, wollte wissen, wo Nutzer auf mobiler Website, App und Desktop-Website an Grenzen stoßen.
Vorgehen: Je zehn Teilnehmende pro Kanal, je eine halbe Stunde. Sie recherchierten am Live-Produkt mit ihren eigenen, echten Kriterien und kommentierten dabei laut. Die Kunst liegt in den Aufgaben: realistisch, offen und so einfach, dass sie ohne Moderator funktionieren.
Was uns überrascht hat: Die Sessions waren von hoher Qualität. Erst die Videos zeigten aber, was die automatische Auswertung übersah: übersehene Elemente, Bedienfehler, stille Umwege, sogar Abbrüche.
Das Ergebnis: Eine Pain-Point-Liste nach Themen, Häufigkeit und Schweregrad, aus der sich Quick Wins direkt ablesen ließen. Viele Punkte wurden anschließend angegangen.
Weitere ausgewählte Einsätze
Automotive
Interim UX Researcher
Freelance-Einsatz im Automotivesektor über mehr als 6 Monate.
Reise
Interim UX Researcher
Freelance-Einsatz im Reisesektor über mehr als 12 Monate.
Automobil
Online Innovation Monitoring
Konzeption und Durchführung für die Automobilbranche.
Finanz
Mehrklientenstudie Website-Zufriedenheit
Aufbau und kontinuierlicher Ausbau der Studie im Finanzsektor.
Online-Broker
Ordermaske
Konzeption und iterativer Test der Ordermaske eines Online-Brokers.
Zahlen & Fakten
Erfahrung aus über 200 Kundenprojekten
200+
Kundenprojekte
1000+
Einzelinterviews im Usability-Labor
150+
Usability- & User-Experience-Tests
100+
Online-Befragungen
80+
Kundenpräsentationen
40+
Expertenevaluationen
Zusammenarbeit
Für wen ich arbeite
Unternehmen
Produktteams
Product Owner und Produktmanager vor einer Entscheidung, vom Konzern bis zum kleineren Unternehmen, von der Discovery bis zum Live-Produkt.
National & international
UX- und Research-Agenturen
Agenturen holen mich als Verstärkung in ihre Kundenprojekte, besonders wenn Interview-Erfahrung und lokaler Kontext in Deutschland gefragt sind.
Langfristig
Interim & Team-Befähigung
Als Interim-Researcher über Monate oder als fester Partner für laufende Anfragen. Auf Wunsch zeige ich Ihrem Team, wie es selbst forscht.
Arbeitsweise
Die passende Methode für Ihre Fragestellung
Die Methode folgt Ihrer Frage, nicht umgekehrt. Ideal ist oft ein Mixed-Methods-Ansatz, der Tiefe mit belastbaren Fallzahlen verbindet. Wie weit wir gehen, wägen wir gemeinsam mit Zeitplan und Budget ab.
Branchen
Finanz · Automobil · Reise · Entertainment · Medien · Retail · Telco · Services
Testmaterial
Websites · Apps · TV-basierte Interfaces · Software · Fahrzeuginformationssysteme · Prototypen
So läuft ein Projekt ab
- Fragen schärfen: Sind Ihre Erkenntnisinteressen klar, geht es direkt ins Studiendesign. Sonst entwickeln wir gemeinsam Hypothesen.
- Leitfaden entwickeln: Ein guter Leitfaden führt, lässt aber Luft zum Atmen. Bei quantitativen Fragen wird daraus ein Fragebogen.
- Die richtigen Menschen finden: Aus Ihrem Kundenstamm oder über Felddienstleister, mit klarer Definition der Zielgruppe und einem wachen Blick auf routinierte „Profi-Tester“.
- Zuhören und beobachten: Interviews, Usability-Tests oder Befragungen, vor Ort, remote oder unmoderiert.
- Auswerten: Themencluster, Nutzergruppen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Und vor allem: was Menschen zeigen, aber nicht sagen.
- Übergeben: So, wie Ihr Team am besten damit arbeitet.
Kundenauswahl
Vertrauen namhafter Unternehmen
Amazon · AUDI · AutoScout24 · BayernLB · Betsson · BMW · BMW FS · Bremer Landesbank · comdirect bank · Commerzbank · Cortal Consors · DAB bank · DMAX · Ford · Goethe-Institut · Helaba · HolidayCheck · HypoVereinsbank · ImmobilienScout24 · ING-DiBa · LBBW · maxdome · Messe München · Miles & More · Neckermann · o2 · OnVista Bank · Payback · ProSiebenSat1 · Sky · Software AG · Sparkassen Broker · Volkswagen · WAYMO · ZDF
FAQ
Was Auftraggeber mich häufig fragen
Lohnt sich UX-Research, wenn wir noch klein oder schon live sind?
Ja. Bei einem Live-Produkt zeigt sich im Gespräch mit echten Nutzern, wo es hakt. In der Discovery- und Ideation-Phase zeigt sich, was noch fehlt. Beides ist oft überraschend und fast immer wertvoll.
Was kostet ein Projekt?
Ich arbeite zu einem festen Stundensatz, nicht mit Pauschalpaketen. So bezahlen Sie genau den Aufwand, den Ihre Fragestellung erfordert. Ein kleiner Einstieg ist jederzeit möglich.
Wie lange dauert eine Studie?
Das hängt von Fragestellung, Methode und Stichprobe ab, und es geht auch schnell: 100 Interviews in einer Woche haben wir schon umgesetzt. Viele Kunden buchen mich zudem als festen Research-Partner, der Anfragen fortlaufend bearbeitet, auch in heißen Phasen wie vor Weihnachten oder rund um einen Produktlaunch.
Wie viel Zeit muss mein Team einbringen?
Wenig in der Durchführung, aber unbedingt etwas am Anfang. Wenn ich Leitfragen und Hypothesen ausarbeite, brauche ich eine Ansprechperson, die Rückfragen beantwortet. Sonst steht am Ende ein Ergebnis, das an Ihrem eigentlichen Erkenntnisinteresse vorbeigeht.
Woher kommen die Teilnehmenden?
Im B2B-Umfeld oft aus Ihrem eigenen Kundenstamm, sofern eine Einwilligung vorliegt. Im B2C-Umfeld über Felddienstleister. Dort achte ich besonders darauf, keine routinierten „Profi-Tester“ einzuladen, die die Ergebnisse verzerren. Entscheidend ist, vorab klar zu definieren, mit wem wir sprechen wollen.
Wie sehen die Ergebnisse aus?
So, wie Ihr Team am besten damit arbeitet: als klassische Präsentation, als ausformuliertes Dokument, das im Meeting gemeinsam gelesen und dann diskutiert wird, oder als Research-Dashboard, in dem Sie später selbst Unterthemen und Transkripte durchsuchen können. Beispiele und Case Studies zeige ich gern, auf Wunsch anonymisiert.
Lohnt sich heute noch eine Expertenevaluation?
Expertenevaluationen, Guideline-Checks und Wettbewerbsanalysen biete ich weiterhin an. Vieles davon erledigt KI heute aber schnell und gut, bis hin zu Agenten, die Ihre Website regelmäßig prüfen oder den Wettbewerb beobachten. Meine Zeit investieren Sie am besten dort, wo KI nicht hinkommt: im Gespräch mit echten Menschen.
Setzen Sie die Ergebnisse auch um?
Nein. Ich bin reiner UX-Researcher und gestalte oder entwickle keine Websites oder Apps. Dafür liefere ich Ihrem Design- und Entwicklungsteam eine belastbare Grundlage für seine Entscheidungen.
Wo und in welcher Sprache arbeiten Sie?
Remote sowie vor Ort in München und Umgebung, auf Deutsch und Englisch.
Unterschreiben Sie ein NDA, und wie steht es um den Datenschutz?
Eine Vertraulichkeitsvereinbarung ist bei meinen Projekten Standard. Mit Aufnahmen und personenbezogenen Daten gehe ich DSGVO-konform um:
- Alle Teilnehmenden werden vorab informiert und willigen schriftlich ein.
- Aufnahmen, Transkripte und Daten liegen auf Servern in der EU.
- Berichte und Transkripte enthalten keine Klarnamen.
- Nur Projektbeteiligte haben Zugang zu den Rohdaten.
- Aufnahmen werden nach Projektende oder vereinbarter Frist gelöscht.
- Auf Wunsch schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ab.
Erzählen Sie mir von Ihrer Fragestellung
Ein erstes Gespräch ist unverbindlich, und oft wird schon dort klar, welcher Weg zu Ihren Antworten führt. Remote oder vor Ort in München, auf Deutsch oder Englisch.